JBL Flip 4 Test

JBL hat mit dem JBL Flip 4 die mittlerweile vierte Generation des beliebten Bluetooth-Lautsprechers eingeläutet. Bisher wurde der Lautsprecher mit jeder Generation weiterentwickelt. Den größten Sprung brachte dabei der JBL Flip 3, bei welchem im Vergleich zur zweiten Generation auf Passivradiatoren gesetzt wurde, mit sich. Mit einem Frequenzgang von 85Hz bis 20 kHz (Herstellerangaben) konnte der Flip 3 auch endlich im Tieftonbereich (gemessen an seiner Größe) überzeugen. Der JBL Flip 4 soll nun an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen, doch kann er diesen klanglich übertrumpfen und vielleicht sogar ein wenig in Richtung des größeren Bruders JBL Charge 3 gehen oder bleibt er hinter den hohen Erwartungen zurück? Dieser Frage wollen wir im Folgenden nachgehen.
 
Zum Video „JBL Flip 4 im Soundtest“

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Technische Daten des JBL Flip 4

 
JBL Flip 4 Test

Frequenzgang: 70 Hz – 20kHz (Herstellerangabe)

Gewicht: 515 g

Bluetooth-Version: 4.2

Leistung: 2 x 8 Watt

Akkulaufzeit: 10 – 12 Stunden bei moderater Lautstärke, bei maximaler Lautstärke 3 -4 Stunden

Treiber: 2 x 40 mm + 2 Passivradiatoren

Abmessung: 68 x 175 x 70 (mm)

Wasserdicht: ja nach IPX 7

Freisprechfunktion: ja
 




Verpackung und Ersteindruck

Der JBL Flip 4 kommt in einer JBL-typischen Verpackung daher, welche mit Hilfe einer Lasche aufgeklappt werden kann. Hinter einer schwarzen Abdeckung können wir dann auch schon den JBL Flip 4 in der ausgewählten Farbe finden. Apropros Farbe: Hier kann bei der aktuellen Generation zwischen sechs Basisfraben gewählt werden (zwischenzeitliche „Special Editons“ sind nicht auszuschliessen ;)): schwarz, weiß, blau, petrol, rot und grau. Ich habe mich für das schwarze Modell entschieden. Der Preis des Flip 4 beläuft sich zur Zeit des Releases auf 139,- Euro.

Die Verarbeitung hinterlässt einen durchweg positiven Eindruck. Durch das Gewicht von 515 g hat man das Gefühl ein wirklich hochwertiges Produkt in den Händen zu halten. Auch die verwendeten Materialien fühlen sich nicht billig an. Der Flip 4 hinterlässt somit einen durchweg wertigen Eindruck und ist mit seinem Gewicht und seinen kompakten Abmessungen bestens dazu geeignet überall mithingenommen zu werden. Diese Möglichkeit wird natürlich zusätzlich durch die Schutzklasse IPX 7 unterstrichen, denn hierdurch kann er sogar kurzzeitig ins Wasser fallen und übersteht dies, sofern er nicht tiefer als einen Meter getaucht wird.

Was jedoch auffällt, wenn man den JBL Flip der neuen Generation neben seinen Vorgänger hält ist, dass die Passivraditoren nun aus glänzendem Plastik sind. Beim Flip 3 wirkten diese noch etwas wertiger.

 

Funktionen des Flip 4

JBL Flip 4 Klang
Der JBL Flip 4 kann nicht nur via Bluetooth (Version 4.2), sondern auch über den Aux-Anschluss betrieben werden. Der Bluetooth-Lautsprecher verfügt zudem über eine praktische Freisprechfunktion, welche es ermöglicht sein via Bluetooth gekoppeltes Smartphone als Freisprecheinrichtung zu nutzen. Geladen wird der Flip 4 über Micro-USB (ein entsprechendes Kabel liegt bei). Dieser Micro-USB-Anschluss sowie der 3,5mm Klinkenanschluß liegen unter einer Gummiklappe, durch welche diese entsprechend geschützt werden.
Mit der neuen Generation hat JBL zudem mit Connect+ eine neue Funktion integriert, welche es erlauben soll bis zu 100 Geräte (welche ebenfalls Connect+ unterstützen) miteinander zu verbinden. Leider ist diese neue Funtion nicht abwärtskompatibel, daher ist es aktuell nicht möglich einen JBL Charge 3, Flip 3 oder Xtreme mit dem Flip 4 zu koppeln.

 

Klang des JBL Flip4

Schaltet man den Flip 4 zum ersten mal ein, so wird man zunächst von dem bereits vom Vorgänger bekannten Begrüßungs-Sound begrüßt. Dieser lässt sich leider nach wie vor nicht einfach deaktivieren. Startet man dann die ersten Songs, so fällt gleich auf, dass der Flip 4 ein tieferes Bassfundament bietet als noch der Flip 3. War beim Vorgänger noch bei ca. 85 Hz Schluss, so kann der neue Flip gut 10 Hz tiefer spielen. Das bedeutet nicht, dass er ein Bassmonster ist, im Gegenteil, der Frequenzgang verläuft im Tieftonbereich recht neutral. Er kann für einen solch kompakten Lautsprecher sehr schön tief spielen ohne bestimmte Bereiche unnatürlich zu betonen. Im Hochtonbereich zwischen ca. 5 kHz und 9 kHz hat er jedoch eine Betonung von ca. 5 dB. Hierdurch empfinde ich ihn als relativ „scharf“ oder „spitz“. Durch diese Anhebung spielt er zwar weniger gerichtet und klingt somit auch von der Seite gehört recht anständig, aber mir persönlich ist diese Anhebung etwas zuviel und ich empfinde ihn hierdurch als etwas anstrengend. Ein bekannter Youtuber (Clavinetjunkie) hat aber bereits ein Video veröffentlicht, in welchem er den Speaker ein wenig „tuned“.
Hervorheben möchte ich an dieser Stelle noch, dass der JBL Flip 4 bei allen Lautstärken nahezu sauber spielt. Verzerrte Bässe sucht man hier vergebens. Ab halber Lautstärke beginnt er jedoch, wie die meisten Lautsprächer dieser Größenklasse, den Bass zu reduzieren. Der Flip 4 kann wirklich laut spielen, doch hat er auf voller Lautstärke nicht mehr viel seines ursprünglichen Basses zu bieten.
 

Klang des JBL Flip 4 im Video

Bitte unbedingt mit Kopfhörern hören!
The music was provided by NCS:
Cartoon – Why We Lose (feat. Coleman Trapp) [NCS Release]
Youtube-Links und Social-Media-Infos finden sich in der Youtube Video-Beschreibung und im Impressum!
 

Fazit

Der JBL Flip 4 ist ein guter Evolutionsschritt. Er vereint alles was den Flip 3 ausgezeichnet hat und macht so ziemlich jedes Detail noch etwas besser. Durch IPX 7 ist er nun wasserdicht, die neue Funktion Connect+ ermöglicht es bis zu 100 Geräte miteinander zu verbinden und klanglich hat er sich ebenfalls weiterentwickelt. Ein für die Größe beachtliches Bassfundament, welches zu jeder Zeit sauber wiedergegeben wird und ein Klang, welcher insgesamt wenig richtungsabhängig ist, zeichnen den Flip 4 aus. Wer sich mit den leicht spitzen Höhen arrangieren kann, der findet in diesem Bluetooth-Lautsprecher den perfekten portablen Outdoor-Begleiter für die kommenden warmen Tage.
 

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Pros und Cons des JBL Flip 4

 

Pros Cons
– Verarbeitung
– sehr robust und wasserdicht nach IPX 7
– Laden via Micro-USB
– guter Klang mit (für die Größe) tiefem Bass
– Connect+
– Höhenwiedergabe könnte dem ein oder anderen etwas zu „spitz“ sein

Flip 4 Wertung