Creative iRoar Test

Creative hat mit der Roar-Reihe viele verschiedene Bluetooth-Lautstprecher im Programm, welche vor allem durch eine große Anschluss- und Funktionsvielfalt hervorstechen. Der Creative iRoar ist hierbei das wohl teuerste Modell. Ob Creatives Top-Modell klanglich den guten iRoar Go übertrumpfen kann, soll der nachfolgende Testbericht zeigen.

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Technische Daten des Creative iRoar

 

Creative iRoar Test


Gewicht: ca. 1100 g

Bluetooth-Version: 3.0

Akkulaufzeit: bei gemischter Nutzung konnten 12,5 Stunden gemessen werden, Angabe des Herstellers: bis zu 20 Stunden

Treiber: 2 x Passivmembranen, 1 x 2,75″ Tieftonlautsprecher, 2 x 2″ Hochtöner

Abmessung: 57,0 x 120,0 x 225,0 mm (H x B x T)

Wasserdicht: nein

Freisprechfunktion: ja
 




Verpackung und Ersteindruck des Creative iRoar

 
Der Creative iRoar kommt in einer schwarzen Verpackung daher, auf deren Vorderseite der Lautsprecher selbst abgebildet ist. Was sofort auffällt, wenn man die Packung in den Händen hält: Sie ist recht schwer. Dafür findet man nach dem Öffnen neben dem Lautsprecher, dem Ladegerät für den proprietären Ladeanschluss und den Anleitungsheftchen noch ein rotes Micro USB auf USB- Kabel zum Anschluss an beispielsweise einen PC sowie eine kleine Stofftasche für den Transport. Der iRoar selbst macht einen sehr gut verarbeiteten Eindruck. Mit seinem Gewicht von über einem Kilo ist er zudem recht schwer. An der Vorderseite befinden sich, hinter einem Lautsprechergitter, die zwei 2″ großen Hochtöner. Auf der Oberseite findet man ein kreisrundes Gitter hinter dem der 2,75″ große Tieftonlautsprecher sitzt. Zudem ist hier, neben dem phyischen Power-Knopf, eine Touch-sensitive Leiste verbaut über welche verschiedene Funktionen, wie Play/ Pause, vor- und zurück, Roar-Modus, Mic-Beam, Freisprechfunktion und Lautstärke geregelt werden können. Die Passivmembrane sitzen hinter Gittern an den Seiten des Bluetooth-Lautsprechers. An der Rückseite sind folgende Anschlüsse verbaut: 15Volt-Ladeanschluss, Micro-USB für Audioübertragung (USB Audio), ein Micro SD-Karten Eingang um Musik von Micro SD-Kartse abzuspielen (zu diesem Zweck findet man hier auch einen Schalter für den Wechsel von Shuffle und Loop), ein AUX-Eingang (3,5mm) sowie ein Eingang für optische Kabel. Auch an das Laden externer Geräte wurde gedacht und ein USB-Port verbaut.
 

Funktionen des Creative iRoar

 
Creative iRoar Funktionen und Anschlüsse
Die aufgezeigten Anschluss-Möglichkeiten bringen bereits eine große Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten, diese Vielfalt wird jedoch durch die verfügbare iRoar App erweitert, auch wenn sich bei den unzähligen Funktionen nicht bei jeder wirklich der Sinn erschließt. Aus diesem Grund sollen an dieser Stelle nur die nützlichsten Funktionen vorgestellt werden. Zur Individualisierung des Sounds wären hier zunächst der Roar-Modus sowie der Equalizer zu nennen. Durch den Roar-Modus (welcher auch über die Touch-Leiste aktivierbar ist) bekommt der Klang ein wenig mehr Lebendigkeit. Bässe werden etwas kräftiger und Höhen leicht spritziger. Der Equalizer erlaubt das Einstellen vordefinierter Sound-Profile oder auch ein individuelle Einstellung. Das ist sehr gut und man kann hier und da tatsächlich ein wenig Feintuning vornehmen (Hierzu im Absatz „Klang“ mehr!). Der iRoar eignet sich durch seine verbauten Microphone sehr gut für Telefonkonferenzen. Hier kann zwischen gerichteter Aufnahme und 360 Grad gewählt werden. Auch bei der Nutzbarkeit als Freisprecheinrichtung hat der iRoar eine Fülle von Funktionen. So kann in der App ein Voice-Morph aktiviert werden und anschließend vielfältige Stimm-Varianten von „kleines Kind“ über „Großeltern“ bis hin zum „Ork“ gewählt werden. Durch den Kauf eines zusätzlich verfügbaren Mikrophones kann der Creative-Lautsprecher auch als portabler Stimmverstärker genutzt werden. Die könnte beispielsweise beim Halten von Vorträgen Anwendung finden. Aufnahmen lassen sich zudem direkt auf einer Micro-SD Karte speichern. Natürlich ist bei dem Gerät auch NFC an Bord. Es stehen noch weitere Funktionen zur Wahl, die jedoch beim detaillierten Aufführen den Rahmen dieses Testberichts sprengen würden. Hier lohnt ein Blick auf die Produktseite des Herstellers 🙂

 

Klang des Creative iRoar

iRoar Frequenzmessung inkl EQ-Settings
Nach dem ersten Einschalten und dem Starten erster Songs klang der iRoar im Test zunächst ein wenig unspektakulär. Es fehlte an Spritzigkeit und Tiefgang. Zum Glück stehen einem aber diverse „Tuningmöglichkeiten“ zur Verfügung. Bereits das Aktivieren des Roar-Modus konnte des Klang aufwerten. Leider spielt der iRoar nach Aktivierung dieses Modus jedoch bei höheren Lautstärken leicht unsauber. Hier scheint der 2,75″ große Tieftöner an bei einigen Songs an seine Grenzen zu stoßen. Glücklicherweise gibt es den 10 Band-Equalizer, denn hier kann man nun noch etwas Feintuning vornehmen. Im Test gefiel der iRoar klanglich am besten, wenn der Bereich bei 31Hz um 6dB herausgeregelt wird (um die Verzerrungen zu mindern), dafür haben wir den Bereich bei 62Hz um 6dB angehoben. Bei 1 kHz haben wir um 1dB und bei 8kHz und 16kHz um je 8dB angehoben. Der dargestellte Frequenzgang resultierte aus diesen Einstellungen. Auf diese Weise klingt der iRoar mit aktiviertem Roar-Modus recht ausgewogen und konnte bei diversen Musikrichtungen überzeugen. Die Wiedergabe von Mitten und Höhen ist wirklich gut klar, im Tieftonbereich kommt es auf den Song an. In einigen Ausnahmefällen kann es bei sehr basslastiger Musik zu (trotz der Equalizer-Einstellungen) noch zu leichten Verzerrungen kommen (man könnte dem entgegenwirken, aber dann müsste der Tieftonbereich im Equalizer zurückgeregelt werden und dann wiederum klingt der iRoar etwas dünner, deshalb wird hier von den präferierten Einstellungen ausgegangen). Jazz, House, Rock, Heavy Metal, Hiphop alles wird klanglich gut und ausgewogen wiedergegeben, wenn auch nicht auf dem Niveau eines preislich vergleichbaren Vifa Helsinki, welcher insgesamt noch etwas souveräner aufspielt. Hinsichtlich der Lautstärke ist festzuhalten, dass der iRoar wirklich extrem laut spielen kann. Jedoch leidet dann auch der Klang, denn der Tieftonbereich ist bei sehr hohen Lautstärken praktisch nicht mehr existent. Am besten klingt er bis Lautstärkestufe 14 von 20. Allerdings ist er dann schon sehr laut!
 

Fazit

Der Creative iRoar brennt ein wahres Funktions-Feuerwerk ab. Er ist zwar nicht wirklich für den Outdoor-Einsatz geeignet, lässt dafür aber Hinsichtlich Anschlüssen und Funktionen keine Wünsche offen. Der Klang ist gut (was man bei einer UVP von 399€ aber auch erwarten muss), jedoch gibt in diesem Preissegment Lautsprecher wie den Vifa Helsinki, welche hier überlegen sind. Betrachtet man jedoch das Gesamtpaket aus Anschlüssen, Funktionen, hoher Maximal-Lautstärke, gutem Klang sowie einer guten Akkulaufzeit, dann kann man getrost zum iRoar greifen. Häufig wird er für 299€ oder weniger angeboten, hier lohnt es sich also definitiv Preise zu vergleichen!
 

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Pros und Cons des Creative iRoar

 

Pros Cons
– top Verarbeitung
– sehr viele Anschlussmöglichkeiten
– sehr großer Funktionsumfang
– Einstellungsmöglichkeiten via App
– guter Klang
– bei manchen Songs leichte Verzerrungen im Tieftonbereich möglich

Creative iRoar Wertung