Creative iRoar Go Test

Mit dem iRoar Go hat CREATIVE nun das erste Outdoor-Modell der beliebten ROAR-Reihe released. Der Go ist nach dem ersten Roar aus dem Jahr 2014, dem zweiten Roar, welcher ein Jahr später folgte, dem Roar Pro sowie dem iRoar nun das fünfte Modell. Doch kann er mit seiner kleineren Bauart sowie dem wasserabweisenden Design auch klanglich mit seinen Vorgängern mithalten? Dieser Test soll es zeigen!
 
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Technische Daten des Creative iRoar Go

Creative iRoar Go Test

Frequenzgang: wird vom Hersteller leider nicht angegeben

Gewicht: 810 g

Bluetooth-Version: 4.2

Leistung: Bi-amplified Design (Hersteller gibt leider keine Leistungsangabe an)

Akkulaufzeit: bis zu 12 Stunden bei moderater Lautstärke, bei maximaler Lautstärke 3 – 4 Stunden

Treiber: 2 x 1.5″ Dual-Premium-Treiber + 1 x 2.5″ Neodym-Treiber + 2 Passivradiatoren

Abmessung: 54 x 192 x 97 mm

Wasserdicht: ja nach IPX 6

Freisprechfunktion: ja
 




Verpackung und Ersteindruck

iRoar Go Passivradiator
Der iRoar Go wird in einer optisch ansprechenen Papp-Verpackung geliefert. Auf der Packung werden bereits die vielfältigen Features angepriesen sowie auf die App hingewiesen, durch welche der Bluetooth-Lautsprecher gesteuert und in gewissem Maße individualisiert werden kann (doch dazu später mehr). In der Packung selbst befinden sich neben dem Lautsprecher und der Anleitung noch das proprietäre Netzteil (leider ist kein Laden via Micro-USB möglich) mit verschiednen länderspezifischen Adaptern, ein Micro-USB-Kabel, sowie ein Mikrofonadapter. Der iRoar Go selbst ist sehr wertig verarbeitet und vermittelt insgesamt ein sehr hochwertiges Gefühl, wozu auch das mit 810 g recht hohe Gewicht beiträgt. An den Seiten fallen die offenliegenden silber glänzenden Passivradiatoren auf.

 

Funktionen des iRoar Go

iRoar Go Anschlüsse
Der iRoar Go verfügt über eine wahre Fülle an Funktionen. Hinter zwei Gummiklappen verbergen sich ein Micro SD Karten Slot, ein Micro-USB Anschluss sowie ein normaler USB-Anschluss, welcher als Powerbank zum laden von externen Devices dient. Zudem findet man hier ein 3,5 mm Klinkenanschluss sowie die Ladebuchse. Neben diesen Anschlussmöglichkeiten verfügt der iRoar Go auch über NFC. Darüber hinaus kann das System als Gesangsverstärker genutzt werden. Zu diesem Zweck liegt der Verpackung ein Mikrofonadapter bei. Den eigenen Gesang kann man sogar über die Rec-Taste aufnehmen. Und wem diese Funktionen noch nicht genügen, der kann den Bluetoothlautsprecher auch als Freisprecheinrichtung nutzen oder sogar als kleines Konferenzsystem im Unternehmensbereich.
Der iRoar Go verfügt zudem über verschiedene Soundprofile, welche über die ROAR-Taste gewechselt werden können: Ein „neutrales Soundprofil“ (ist aktiv, wenn weder die Roar-Taste noch die Equalizer-Lampe leuchten), den „Roar-Modus“, welcher den Sound breiter werden lässt und durch TERABASS den Bass etwas verstärkt sowie die Einstellung „Equalizer“, welche die Möglichkeit den Klang des Lautsprechers via App individuell anzupassen bietet. Alle Funktionen lassen sich nicht nur über das Smartphone steuern, sondern ebensogut über die Tasten des iRoar Go.

 

 

App Steuerung

 
iRoar Go App-SteuerungiRoar Go App_EQFür Android sowie iOS steht zudem eine App, die sogenannte „Sound Blaster Connect App“ zum Download über den jeweiligen App-Store zur Verfügung. Über diese App kann der Bluetooth-Lautsprecher perfekt gesteuert werden. So kann bspw. auf die SD-Karte oder ein angschossenes USB-Laufwerk zugegriffen und durch die jeweilige Ordnerstruktur navigiert werden. Über Quellen, kann zwischen den jeweils zur Verfügung stehen Quellen gewechselt werden. In den Einstellungen hat man zudem die Möglichkeit die Audio-Ansagen zu ändern. Möglich sind die Optionen: „Stimmen und Klänge“ sowie „Aus“. Darüber hinaus kann man hier einen automatischen Standby aktivieren, der nach einem Tag ohne Tätigkeit den iRoar Go in den Standby-Modus wechseln lässt.
Die aber wohl interessanteste Option ist der Menüwahlpunkt „Klangerlebnis“. Hier verbirgt sich neben vier vordefinierten Equalizereinstellungen auch die Möglichkeit eigene Einstellungen am Equalizer vorzunehmen. Leider sind hier die Individualisierungsmöglichkeiten etwas eingeschränkt, da dieser nur von ca. 100Hz bis 16kHz reicht und die einzelnen Frequenzbereiche nur um +/- 3 dB verändert werden können.

 

Zu den vordefinierten Einstellungen zählen:

Neutral: ein neutraler und auch ziemlich unsprektakulärer Klang

Warm: Der Klang ist eher bassbetont und in den Höhen reduziert (dumpfer Klang)

Energiegeladen: Der Klang wird spritziger, aber auch relativ unausgewogen

Superwide: Beeindurckende Stereo-Bühne, die wirklich super wirkt. Leider wird hierbei der Bass nahezu komplett zurückgedreht. Der Klang wird sehr dünn.

 

Klang des iRoar Go

iRoar Go von oben
Der iRoar Go verfügt über zwei 1.5″ Dual-Premium-Treiber, welche für eine Fernfeld-Hochfrequenz-Verteilung konzipiert sind, sowie einen 2.5″ Neodym-Treiber und 2 Passivradiatoren. Angetrieben werden die Treiber von zwei Verstärkern. Hierbei ist einer für die Tiefen und Mitten zuständig und der andere ausschließlich für die hohen Frequenzen. Der Klang selbst ist stark einstellungsabhängig, wie bereits oben beschrieben. Man kann der iRoar Go mit Hilfe des Equalizers zwar relativ linear aussteuern, jedoch am interessantesten und dynamischsten klingt der Go im Roar-Modus. Hier hat er eine leichte Bass- und Höhenbetonung sowie eine gute Räumlichkeit (gemessen an seiner Größe). Diese ist zwar nicht so breit, wie im Superwide-Modus, dafür aber mit wesentlich mehr Tiefgang. Der iRoar Go kann zudem wirklich laut spielen, leider beginnt der Bassbereich jedoch bei bassstarken Songs im oberen Lautstärkedrittel etwas unsauber zu werden. Hier ist dann jedoch bereits eine Lautstärke erreicht, welche viele andere Bluetoothlautstärke gar nicht erreichen. Was darüber hinaus auffällt ist ein recht starkes Rauschen, wenn die Lautstärke am iRoar Go voll aufgedreht und die Musiklautstärke selbst über den Zuspieler geregelt wird. Dieses Rauschen lässt sich jedoch gut mindern, wenn man am Go drei bis vier Steps unter Maximal bleibt und die Lautstärke sonst über das Smartphone, Tablet etc. steuert. Bei ios-Geräten sieht es hingegen leider etwas anders aus, da die Lautstärke hier zwischen Zuspieler und iRoar Go synchron läuft. Somit ist bei mobilen Apple-Devices leider häufig ein Rauschen vernehmbar, welches mit einem Anstieg der Lautstärke ebenfalls zunimmt.
Insgesamt kann man festhalten, dass der iRoar Go kein besonders bassstarker Lautsprecher ist, sondern in Summe einen recht ausgewogenen sowie detaillierten Klang mit (im Roar-Modus) vernehmbaren Stereoeffekt liefert. Wirklich toll wäre, wenn der Go im Bassbereich noch einige Hertz tiefer spielen könnte…

 

Fazit

Mir dem iRoar Go hat Creative seine Roar-Reihe sinnvoll verbessert. Die Fülle an Features, die Outdoorfähigkeit sowie die schöne Stereobühne zeichnen ihn aus.
Auch wenn der Go für Outdoor-Aktivitäten konzipiert wurde, präferiere ich ihn für den Indoor-Bereich. Für Garten, Schwimmbad oder Strand können sich die Bässe nicht deutlich genug durchstezen, hier wären wohl eher ein Sony SRS XB3, ein JBL Charge 3, Xtreme oder Dockin D Fine zu bevorzugen. Wem es hier nur auf die Lautstärke ankommt, der kann ihn bedenkenlos nutzen, denn die Mitten und Höhen können wirklich laut! In Innenräumen hingegen kann man seine Qualitäten entsprechend besser genießen. Hätte der iRoar Go nun noch ein tieferes Bassfundament, dann hätte er gute Chancen zu einem meiner absoluten Top-Speaker zu werden.
 

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Pros und Cons des iRoar Go

 

Pros Cons
– Verarbeitung
– Einstellungsmöglichkeiten via App
– viele Features
– sehr laut
– Micro-SD-Einschub
– Guter Klang im Roar-Modus (bis etwa 2/3 Lautstärke) mit toller Räumlichkeit
– Klang bei sehr hoher Lautstärke nicht mehr besonders ausgewogen
– proprietärer Ladeanschluss

iRoar Go Wertung