Anker SoundCore Boost Test

Anker bietet pünktlich zum Sommer 2017 eine überarbeitete Palette der Bluetooth-Lautsprecher an. In einem anderen Test habe ich bereits den Nachfolger des beliebten SoundCore, den Anker SoundCore 2 genauer unter die Lupe genommen. In diesem Test widme ich mich dem neuen Anker SoundCore Boost, welcher den Nachfolger des ebenfalls sehr beliebten Anker A3143 Premium darstellt. Ob der SoundCore Boost ähnlich wie der SoundCore 2 eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger darstellt soll dieser Test zeigen.

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Technische Daten des Anker SoundCore Boost

 

Anker SoundCore BoostFrequenzgang: 70 Hz bis 20 kHz (Herstellerangabe)

Gewicht: ca. 590 g

Bluetooth-Version: 4.2

Akkulaufzeit: bis zu 12 Stunden bei moderater Lautstärke (ca. 4,5 Stunden auf maximaler Lautstärke)

Treiber: zwei Fullrangetreiber, zwei Passivradiatoren

Abmessung: LxWxH: 193 x 62 x 65 mm

Wasserdicht: nein, aber Spritzwasserschutz nach IPX 5

Freisprechfunktion: nein




Verpackung und Ersteindruck des SoundCore Boost

 

SoundCore Boost BedienungAnker liefert Produkte zumeist in sehr schlichten blau-weißen Verpackungen aus, doch beim SoundCore Boost hat man nun einen anderen Weg eingeschlagen und ihm eine etwas edler wirkende Verpackung spendiert. Auf dessen Vorderseite sehen wir den Boost abgebildet sowie einige Angaben zum Sound, inkl. BassUp Technologie, und zur Akkulaufzeit, welche Anker mit 12 Stunden angibt. Auf der Rückseite der Schachtel sind die Knöpfe, welche sich auf der Oberseite des SoundCore Boost befinden, erklärt. So finden wir hier die Buttons für Power/Bluetooth-Pairing, Volume Down und Up, Play/Pause/Skip, das BassUp-Feature so eine Möglichkeit zum Pairing via NFC. Des Weiteren können der Rückseite die technischen Spezifikationen entnommen werden. Im Packungsinneren finden wir neben der Anker-typischen Happy/Not Happy-Karte noch ein kleines Bedienungsheftchen, ein USB-auf-Micro-USB-Kabel, denn der Boost wird über Micro-USB geladen (sehr gut!), sowie den Anker SoundCore Boost selbst. Der Bluetooth-Lautsprecher hinterlässt nach dem Auspacken einen sehr guten ersten Eindruck. An der Vorder- sowie der Rückseite ist er von einer Art Stoff abgedeckt. Die Ober- und Unterseite sowie die Seiten bestehen aus einem gummierten Material. Auf der Oberseite findet man zudem vier LEDs, welche den Ladestand des Akkus angeben. Insgesamt wirkt der Boost sehr wiederstandsfähig, sodass man keine Bauchschmerzen haben muss ihn im Freien zu nutzen. Das Gewicht von knapp unter 600 g harmoniert hierbei sehr gut mit der Größe des Lautsprechers, sodass dieser sich sehr wertig anfühlt.

 

Funktionen des SoundCore Boost

 


Der SoundCore Boost verfügt über das BassUp-Feature. Über den UP-Knopf lässt sich der Tieftonbereich anheben. Dies funktioniert tatsächlich sehr gut, was dies aber genau bedeutet könnt ihr unter „Klang des SoundCore Boost“ nachlesen. Des Weiteren kann der Boost als Powerbank genutzt werden. Der große 5200 mAh Akku bietet hierzu genügend Kapazität. Den USB-Anschluss zum Laden externer Geräte findet man unter einer kleinen Klappe an der Seite des Bluetooth-Lautsprechers unter welcher sich zudem der Micro-USB Anschluss zum Laden sowie ein 3,5 mm AUX-Eingang befinden. Weitere Funktionen, wie bspw. eine Freisprechfunktion, einen Micro-SD-Karten-Einschub oder eine App sucht man leider vergebens. Jedoch sollte man diesbezüglich auch die UVP von 69,99 Euro im Hinterkopf behalten.

Ansonsten kann der SoundCore Boost natürlich durch seine Outdoor-Tauglichkeit punkten. Sein wiederstandfähiges Äußeres sowie seine Auszeichnung nach IPX 5 machen ihn zum perfekten Begleiter für Grill oder sonstige Outdoor-Aktivitäten.

 

 

Klang des SoundCore Boost

 

Anker SoundCore Boost KlangDer Anker SoundCore Boost hat einen sehr ausgewogenen Klang. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger, dem Anker A3143 Premium, fällt auf, dass der Boost die etwas klareren Mitten und Höhen liefert. Der dumpfe Klang war der größte Kritikpunkt des älteren A3143 Premium und dies macht der Boost wirklich besser. Stimmen kommen klar und unverfärbt rüber. Die Höhen könte noch ein wenig brillanter sein, jedoch sollte man auch hier den günstigen Verkaufspreis im Hinterkopf behalten. Der SoundCore Boost verfügt zudem über die BassUP-Taste. Wird diese aktiviert, so hebt der Boost den Tieftonbereich an. Dies funktioniert auch wirklich sehr gut. Der Bass wird dann nicht dröhnend sondern satter. Insgesamt steigt der „Spaß-Faktor“ und der SoundCore Boost klingt richtig satt ohne dass die Höhen oder die Mitten darunter leiden. Erst ab ca. 70 % der Gesamtlautstärke wird der Tieftonbereich dann etwas zurückgenommen. Auf maximaler Lautstärke klingen dann beide Einstellung (neutral und BassUP) ziemlich ähnlich. Das ist aber auch vernünftig, da hierdurch Verzerrungen entgegengewirkt wird und der Boost auch auf hohen Lautstärken noch toll klingt. Aus meiner Sicht spielt der SoundCore Boost klanglich in einer Liga mit dem JBL Flip 4. Der Flip 4 hat zwar die ausgeprägteren Höhen, welche mir jedoch einen Tick zu scharf klingen, ich finde den SoundCore Boost etwas harmonischer abgestimmt, aber das ist natürlich Geschmacksache.

 

 

Fazit

Mit dem SoundCore Boost hat Anker einen wirklich tollen Bluetooth-Lautsprecher veröffentlicht, welcher durchaus mit teureren Modellen wie dem JBL Flip 4 mithalten kann. Sowohl klanglich als auch hinsichtlich der Verarbeitung ist es schwer etwas vergleichbares in der Preiskategorie von gut 75 Euro zu finden. Der SoundCore Boost bekommt meine Empfehlung. Auch hinsichtlich des günstigeren SoundCore 2 ist zu überlegen, ob die Preisdifferenz von aktuell 20 Euro nicht den Kauf des Boost rechtfertigt. Meines Erachtens ist der Boost in allen Belangen besser.


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Pros und Cons des Anker SoundCore Boost

 

Pros Cons
– tolle Verarbeitung
– klarer Sound
– kräftige Tieftonwiedergabe durch BassUP
– gute Lautstärke
– gute Akkulaufzeit
– Spritzwasserschutz nach IPX 5
– leider keine Freisprechfunktion

SoundCore Boost Wertung